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Weltweit: Religionsfreiheit wird in zehn Ländern schwer verletzt

Erhebung durch USA, wobei Außenministerium Pakistan auf „besondere Beobachtungsliste“ setzt

Washington (idea) – US-Außenminister Rex Tillerson hat zehn Länder benannt, denen er schwere Verletzungen der Religionsfreiheit vorwirft. Dazu zählen ihm zufolge Myanmar, China, Eritrea, Nordkorea, Sudan, Saudi-Arabien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Iran. Die Liste der „Länder mit besorgniserregenden Entwicklungen“ (CPC) umfasst Nationen, die „die Religionsfreiheit in einer systematischen, anhaltenden, ungeheuerlichen Art und Weise verletzen“. Der Vorsitzende der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit, Daniel Mark (Washington), begrüßte die Liste: „Die Benennung dieser Länder ist ein wichtiger Schritt, um das anhaltende Engagement der USA zur Unterstützung der internationalen Religionsfreiheit sicherzustellen.“ Dennoch geht sie Mark nicht weit genug. Aus seiner Sicht hätten auch die Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Pakistan, Russland, Syrien und Vietnam auf ihr stehen müssen. Laut Mark spricht sich die US-Kommission seit einigen Jahren dafür aus, Pakistan ebenfalls auf die CPC-Liste zu setzen. In dem islamisch geprägten Land würden religiöse Minderheiten diskriminiert. Außenminister Tillerson hatte Pakistan auf eine „besondere Beobachtungsliste für schwere Verletzungen der Religionsfreiheit“ setzen lassen. Diese neue Kategorie soll Länder beinhalten, die schwere Verstöße gegen die Religionsfreiheit befürworten oder tolerieren, aber möglicherweise nicht den CPC-Status erhalten. Pakistan steht bisher als einziges Land auf der Beobachtungsliste. Die überparteiliche und unabhängige US-Kommission für internationale Religionsfreiheit wurde 1998 gegründet. Sie veröffentlicht jährlich einen Bericht, in dem die Missachtung von Religionsfreiheit sowie die Verfolgung und Ausgrenzung aufgrund religiöser Bekenntnisse aufgelistet werden. Die Empfehlungen fließen in die Liste des US-Außenministeriums zu den „Ländern mit besorgniserregenden Entwicklungen“ ein.

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