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Türkei: Andrew Brunson: Nächster Prozesstag am 18. Juli

US-Senatoren setzen sich bei Erdogan für inhaftierten Pastor ein

Ankara (idea) – Die US-Senatoren Lindsey Graham (Bundesstaat South Carolina) und Jeanne Shaheen (Bundesstaat New Hampshire) haben sich bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara für die Freilassung des inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson eingesetzt. Brunson befindet sich seit 19 Monaten im Gefängnis. Ihm werden Spionage und Verbindungen zu terroristischen Organisationen vorgeworfen. Dafür drohen dem Geistlichen insgesamt 35 Jahre Haft. Die Demokratin Shaheen schrieb auf Twitter, Erdogan sei „sehr offen“ für ihre Bedenken gewesen. Der Republikaner Graham sprach von einem respektvollen Gespräch. Man habe auch über andere Reibungspunkte gesprochen. Scheitern sei keine Option in der Beziehung zwischen den USA und der Türkei. Der US-Senator hat nach eigenen Angaben auch Brunson im Gefängnis besucht. Körperlich gehe es ihm gut. Bei Prozessbeginn am 16. April sowie am 7. Mai wies Brunson vor Gericht alle gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe als falsch zurück. Der nächste Prozesstag ist für den 18. Juli angesetzt.

Vorwurf: Brunson soll Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben

Brunson lebt seit 1993 in dem Land und arbeitete in der Auferstehungskirche in Izmir. Am 7. Oktober 2016 wurde er zusammen mit seiner Frau Norina verhaftet. Sie kam zwölf Tage später wieder frei. Dem Pastor werden Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen. Die türkische Regierung macht sie für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich. Seit dem 24. August 2017 wird Brunson zudem zur Last gelegt, dass er als CIA-Agent einen gewaltsamen Umsturz herbeiführen wollte. Präsident Erdogan bot am 28. September den USA an, Brunson gegen den im US-Bundesstaat Pennsylvania lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen auszutauschen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (Frankfurt am Main) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) hatten Brunson im Oktober 2017 als „Gefangenen des Monats“ benannt. Sie rufen dazu auf, sich für seine Freilassung einzusetzen und für ihn zu beten.

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