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Pakistan: Das Oberste Gericht vertagt definitiven Urteilsspruch im Fall Asia Bibi

Zum Fall der Christin Asia Bibi: Das Oberste Gericht vertagt definitiven Urteilsspruch. Radikalisierte Islamisten verlangen ihre Hinrichtung wegen Blasphemie.

Bild: kathpress
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In verschiedenen Städten des Landes haben radikale Islamisten gegen die inhaftierte Christin Asia Bibi protestiert. Die Demonstranten forderten die sofortige Hinrichtung Bibis. Die Mutter von fünf Kindern wurde wegen angeblicher Blasphemie verurteilt. Das Oberste Gericht hatte am 13. Oktober 2016 den definitiven Urteilsspruch vertagt. Grund für den Befangenheitsantrag war demnach der Umstand, dass Richter Iqbal Hamid-ur-Rehman auch an dem Verfahren gegen den Mörder des Regierungschefs der Provinz Punjab, Salman Taseer, beteiligt war. Die Berufung ist die letzte Chance für Asia Bibi, dem Tod am Galgen zu entgehen. Ein neuer Termin für die Berufungsverhandlung wurde den Angaben zufolge noch nicht festgesetzt. Die bisherigen Instanzen verurteilten die Christin zum Tode wegen Blasphemie. Gegen den Urteilspruch und auch gegen die Proteste der Extremisten sprachen sich etliche islamische Führer des Landes aus.

Lackmustest für Pakistans Justiz und Politik

Der Fall Asia Bibi gilt als Lackmustest für Pakistans Justiz und Politik. „Es geht um Gerechtigkeit für Asia Bibi oder um den Sieg von religiöser Intoleranz und Extremismus in Pakistan“, sagte Samson Salamat, Vorsitzender der interreligiösen „Bewegung für Toleranz“ in Lahore, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). (asianews)

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