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Nigeria: Fulani-Nomaden töteten im März 225 Christen

Menschenrechtler fordern die Regierung zum Handeln auf

Abuja/Washington – In Nigeria sind im März 225 Christen durch Fulani-Nomaden getötet worden. Das meldet das christliche Hilfswerk International Christian Concern (Washington) und fordert die nigerianische Regierung dazu auf, mehr für den Schutz seiner Bewohner zu tun. Die meisten Fulani sind Viehhirten und teilweise in den vergangenen Jahren von Islamisten unterwandert worden. Neben den religiös motivierten Übergriffen spielen auch Landstreitigkeiten zwischen den (muslimischen) Nomaden und den (christlichen) Bauern immer wieder eine Rolle. Laut dem zuständigen Regionalleiter des Hilfswerks, Nathan Johnson, haben im vergangenen Monat 27 Übergriffe auf Christen stattgefunden. In mehr als 75 Prozent aller Fälle seien die Opfer unbewaffnete und schutzlose Zivilisten gewesen. Allein im Bundesstaat Plateau starben 107 der 225 getöteten Christen. Aufgrund der Übergriffe flüchteten Tausende Familien. Trotzdem habe es keine größeren Versuche durch die nigerianische Regierung gegeben, die Fulani-Nomaden zur Rechenschaft zu ziehen oder zu entwaffnen, so Johnson. Nach seinen Angaben ereignete sich der letzte größere Übergriff durch Fulani-Nomaden am 14. März in Dörfern der Regionen Dekina und Omala (beide Bundesstaat Kogi). Dabei seien insgesamt etwa 50 Personen getötet worden. Wie Johnson der Zeitung „Christian Post“ (Washington) sagte, stecken hinter den Attacken durch die muslimischen Nomaden neben wirtschaftlichen oder ethnischen vor allem religiöse Beweggründe. Dies zeigten Angriffe auf Pastoren und die Zerstörung von Kirchen. Johnson vermutet, der muslimische Präsident Muhammadu Buhari leite bewusst keine Schritte gegen die Fulani ein. Es könne für ihn der „politische Selbstmord“ sein. Sein Vater entstammt dem Volk der Fulani. Von den 177 Millionen Einwohnern Nigerias sind 48 Prozent Kirchenmitglieder und 51 Prozent Muslime. (idea)

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