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Nigeria: Entführter Priester wieder frei

Aufatmen in Nigeria: Der am Samstag entführte Priester Christopher Ogaga ist wieder in Freiheit.

Das erklärte gegenüber Kirche in Not der Kanzler der Diözese Warri im Süden des Landes, Clement Abobo.

Der Priester war verschleppt worden, als er unterwegs nach Warri war, wo er am Sonntag die Messe halten sollte. Die Entführer hatten für die Freilassung des Geistlichen 15 Millionen Naira (etwa 36.000 Euro) verlangt. Wie Clement Abobo betonte, sei diese Summe jedoch nicht ausbezahlt worden: „Als sie verstanden haben, dass niemand das Lösegeld zahlen würde, haben sie ihn freigelassen“, so der Kanzler, der den Gesundheitszustand des freigelassenen Pfarrers als gut darstellt. Er befinde sich zu Kontrolluntersuchungen im Krankenhaus, da er während der Gefangenschaft zwar nicht geschlagen wurde, aber bei strömendem Regen und ohne Nahrung und Wasser im Freien ausharren musste. „Jetzt geht es ihm gut und er ist glücklich, freigelassen worden zu sein.“

Der Grund für die Entführung sei nicht religiöser Natur, sondern allein der Erpressung von Lösegeld geschuldet gewesen, betont der Geistliche mit Blick auf die zahlreichen Entführungsfälle, mit denen Nigerias Kirche zu kämpfen hat. Sorge bereite ihm vor allem die Tatsache, dass die Täter wohl kaum vor Gericht gestellt werden: „Die Regierung müsste sicherstellen, dass die Entführer der Justiz überantwortet werden, aber sie tut nichts, vor allem dann, wenn die Geisel freigelassen wird. Wenn man das Klima der Straflosigkeit fördert, dann werden die Entführungen noch häufiger vorkommen.“

(pm – cs)

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