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Kampagne gegen Übergriffe startet mit Hilfe von CSI-Österreich

Islamabad/Lahore – Im muslimisch geprägten Pakistan hat die christliche Minderheit keine Chance auf einen fairen Prozess. Zudem häufen sich nach Blasphemie-Vorwürfen pogromartige Übergriffe auf Christen, die von der pakistanischen Polizei kaum Schutz erwarten können. So geschehen vor wenigen Wochen im Fall der beiden Cousins Sajid und Patras Masih in der Provinz Punjab.

Christliches Aktionskomitee organisiert Widerstand

Trotz eskalierender Gewalt gegen die christliche Minderheit gibt es jetzt in Pakistan einen Funken Hoffnung. Auf breiter Basis formiert sich der Widerstand unter den Christen wegen des grassierenden Missbrauchs des Blasphemiegesetzes. In Lahore prangerte bereits vor einem Monat das „Pakistan Christian Action Committee“ (PCAC) mangelhafte Ermittlungen, Folter und Missbrauch im Fall der beiden Cousins Masih an (s. Foto).
Auch die protestantischen Bischöfe Azad Marshall und Irfan Jamil sowie der Leiter des Medienbüros der katholischen Bischofskonferenz, Qasir Feroz, schlossen sich an. Gemeinsam mit dem presbyterianischen Pfarrer Amjad Niamat forderten sie die Regierung auf, Verstöße gegen Menschenrechte endlich konsequent zu ahnden.

Aufgabe des neuen Aktionskomitees sind Lobbying sowie Konfliktlösungsmodelle zu erarbeiten, aber auch Proteste gegen Ungerechtigkeiten zu organisieren. Am 19. April wird eine Pressekonferenz mit Vertreter aller christlichen Konfessionen abgehalten. Dabei wird auch das erneute Massaker in Quetta vom 15.4 (sh. S.2) zum Thema gemacht werden (Anm.: da diese Pressekonferenz erst nach Redaktionsschluß stattfindet, berichten wir in der nächsten CiN). Zudem wird eine große Kampagne für Frieden und Sicherheit mit dem Namen „Weiße Fahnen“ initiiert. In den 36 Bezirken der Provinz Punjab sind Aufklärungsveranstaltungen vorgesehen. Überall werden symbolisch weiße Fahnen gehisst. Des weiteren ist eine Unterschriftenaktion mit Unterstützungs-Erklärungen aller Kirchenvertreter geplant. In jedem Distrikt der Provinz sind Pressekonferenzen angekündigt. CSI-Österreich setzt sich aktiv für diese friedliche Protestbewegung ein.  (asianews/faces pakistan/csi)

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