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Jemen – Todesurteil gegen einen Bahá’í

Eskalation des Terrors gegen nicht-islamisch Gläubige

Altstadt von Sanaa © Antti Salonen/wikipedia

Sanaa – Anfang Jänner 2018 hat ein Sondergericht gegen den Bahá´í Hamid bin Haydara das Todesurteil verhängt. Der Zeitpunkt der öffentlichen Hinrichtung steht noch nicht fest. Bereits seit vier Jahren ist der Verurteilte wegen seines Glaubens inhaftiert. Das unrechtmäßige Vorgehen und die permanenten Menschenrechtsverletzungen gegenüber dieser religiösen Minderheit wurden durch zahlreiche internationale Stellungnahmen verurteilt: durch den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, den UN-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit und den UN-Menschenrechtsrat.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Jemens gibt es ein Todesurteil alleine wegen religiöser Zugehörigkeit. Somit erreicht die religiös motivierte Gewalt im Jemen einen neuen Höhepunkt. Die dramatische Bedrohungslage zeigt sich auch im Anstieg der gewaltsamen Übergriffe gegen Minderheiten wie Christen, Bahá’í und andere.

„Die in diesem Ausmaß unerwartete Eskalation der Unterdrückung der Bahá’í – nach Wellen von Inhaftierungen in jüngster Zeit – und die gelieferten Begründungen zeigen unverkennbar die Handschrift der im Iran praktizierten Verfolgung der Bahá’í“ erklärt Anja Spengler von der österreichischen Bahá’í-Gemeinde. „Wir schließen uns dem Appell der Internationalen Bahá’í-Gemeinde, gerichtet an die Huthi-Führung, an und fordern eine unverzügliche Aufhebung dieses Urteils sowie die Freilassung von Hamed bin Haydara und den weiteren derzeit noch inhaftierten Bahá‘í.“ (OTS/at.bahai.org) 

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