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Fackelzug in Wien, um die Öffentlichkeit wachzurütteln

_DSC5331Am gleichen Tag der Pressekonferenz stellte die „Plattform: Solidarität mit verfolgten Christen“ in Wien auch einen beeindruckenden Fackelzug auf die Beine. Daran nahmen – lt. Zählung des ORF – rund 3.000 Menschen teil – darunter auch ausländische Communities, wie etwa die französische und diverse orientalischen Gemeinden – um auf die weltweit zunehmende Verfolgung von Christen aufmerksam zu machen.
CSI-Mitarbeiter verteilten Ansteckplaketten mit dem arabischen Buchstaben „N“. Dieser steht für Nazarener, die Bezeichnung für Christen im Koran. Seit 2014 kennzeichnet die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit diesem „N“ die Häuser der Christen in den von ihnen eroberten Gebieten. Das sei der Freibrief für die Kämpfer, die Häuser zu zerstören und die Bewohner zu vertreiben, sagte CSI-Generalsekretär Elmar Kuhn via Lautsprecher beim Marsch durch die Wiener Kärntnerstraße zum Stephansdom. „Mit diesem Button zeigen wir als Christen öffentlich unsere Solidarität mit den Verfolgten.“
Der Dialog mit dem Islam dürfe keine Einbahnstraße sein: „Wir erhoffen uns eine noch klarere Distanzierung der Muslime von jeglicher Unterdrückung und Gewalt gegen Andersgläubige“, so Kuhn im Gespräch mit religion.ORF.at.
Er wolle aber auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich stärker in die Pflicht nehmen und wünsche sich hier eine noch klarere Positionierung und Abgrenzung zu Muslimen, die aus dem Koran eine Rechtfertigung für Gewalt und Verfolgung, etwa gegen Christen, herauslesen. Er beobachte aber auch, dass Muslime, die hinterfragen und kritisieren, in Gefahr geraten. Auch in Österreich gebe es schon „Todesdrohungen gegen dialog- und kritikbereite Muslime“. Zum Abschluss des Tages fand eine würdevolle ökumenische  Feier im Stephansdom  mit Gebeten für die Christen in großer Not statt.  (orf/religion/CSI)

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