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AKV Kukacka: Außenminister Kurz soll europäische Vorreiterrolle übernehmen

Schutz und Rückkehr christlicher Flüchtlinge muss gesichert werden.

Wien – Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände Österreichs (AKV) appelliert an die Europäische Staatengemeinschaft, den Aufruf der geistlichen Oberhäupter der christlichen Kirchen im Nordirak zu unterstützen, die rasche Rückkehr der christlichen Flüchtlinge in ihre seit 2000 Jahren angestammten Siedlungsgebiete nach Mosul und der bereits befreiten Gebiete der Ninive-Ebene und der Stadt Karakosh zu ermöglichen.

Die vor zwei Jahren vertriebenen Christen möchten in ihre Heimat zurückkehren

Die vertriebenen Christen sind entschlossen, in ihre Heimstätten zurückzukehren und – trotz den Gewalttaten und Verbrechen der Dschihadisten gegen sie – ihren Beitrag zur Versöhnung und zum friedlichen Zusammenleben zu leisten. Es muss aber jede Diskriminierung der Christen aufhören und ihre Rechte und Freiheiten geschützt werden und zwar durch Taten und nicht durch Worte, erklärten die Bischöfe und Patriarchen am 1. November 2016 in Erbil.

AKV-Präsident Kukacka fordert deshalb die europäische Staatengemeinschaft auf, den bisher vernachlässigten Schutz der Christen bei der Rückkehr und beim Wiederaufbau ihrer bisherigenWohn- und Siedlungsgebiete auf die Agenda der europäischen Nahostpolitik zu setzen und sich auch für den Schutz ihrer Grundrechte und Freiheiten einzusetzen.

Das christlich geprägte Europa muss den verfolgten Christen eine politische Stütze sein

Kukacka ersucht hier insbesondere Außenminister Sebastian Kurz, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass dieses Thema zu einem primären Anliegen der europäischen Politik wird. Außenminister Kurz habe ja dankenswerterweise vor einem Jahr im UN-Sicherheitsrat ein entsprechend wirkungsvolles Auftreten für die Menschenrechte, für die Religionsfreiheit und gegen Christenverfolgung gefordert. Gerade das christlich geprägte Europa müsse den verfolgten und vertriebenen Christen nunmehr eine moralische und politische Stütze sein, damit ihre Präsenz in ihren angestammten Siedlungsgebieten auch in Zukunft gesichert bleibt und sie nicht ins Ausland emigrieren müssen.

Aktion „Hilfe für Christen in Not im Nahen Osten“ auch in Zusammenarbeit mit CSI-Österreich

AKV-Präsident Kukacka verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die AKV jüngst eine Solidaritätsaktion „Hilfe für Christen in Not im Nahen Osten“ gestartet habe. Damit sollen die schwer verfolgten Christen, die in Syrien und im Irak das „Erbe des Christentums hüten, unterstützt werden.“ Diese Aktion wird mit den christlichen Hilfsorganisationen Christian Solidarity International (CSI-Österreich), Kirche in Not (KiN) und Initiative Christlicher Orient (ICO) durchgeführt. Sie kennen die Situation vor Ort und können die Bedürfnisse der Christen in Not richtig einschätzen, erläuterte Kukacka und schloss mit der Bitte: „Helfen Sie uns mit Ihrer Spende für die Christen in Not das Erbe des Urchristentums zu bewahren und das Leid der Bevölkerung zu lindern!“

 

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